Cerakote-Beschichtung
Sie möchten Metall- oder Kunststoffteile mit Cerakote beschichten lassen? GGW-Werkstatt bietet individuelle Cerakote-Keramikbeschichtungen und Oberflächenveredelung für Privatkunden und kleine Unternehmen deutschlandweit. Wir prüfen die Eignung Ihres Werkstücks und stimmen Farbgestaltung und Anforderungen mit Ihnen ab.
Was ist eine Cerakote-Keramikbeschichtung?
Cerakote ist eine keramikbasierte Beschichtung. Je nach Produktserie, Untergrund und Anwendung kann sie unter anderem Korrosions-, Abrieb- oder Chemikalienbeständigkeit bieten. Die Eigenschaften sind nicht bei jeder Farbe und Serie gleich; entscheidend sind die jeweiligen Herstellerdatenblätter.
Einzelstücke und gewerbliche Projekte anfragen
Für ein privates Gestaltungsprojekt nennen Sie uns Gegenstand, Material und Farbwunsch. Kleine Unternehmen ergänzen bitte Stückzahl, Abmessungen und die gewünschte Beanspruchung der Oberfläche. Ob Einzelstück oder mehrere Bauteile: Anhand dieser Angaben prüfen wir die Umsetzbarkeit und erstellen ein individuelles Angebot.
Unsere Cerakote-Standardfarben, die H-Serie und die C-Serie erleichtern die Farbauswahl. Die Cerakote-Preise geben eine erste Kostenorientierung; Projektbeispiele zur Oberflächenveredelung zeigen ausgeführte Gestaltungen.
Was leistet CERAKOTE Keramiklack und was nicht?
Möglichkeiten einer Cerakote-Beschichtung
Einfarbige und mehrfarbige Oberflächengestaltung
Große Auswahl an Farbtönen und Oberflächeneffekten
Je nach Produkt erhöhte Korrosions- und Abriebbeständigkeit
Produktabhängige Beständigkeit gegen Chemikalien und Temperaturen
Dünner Beschichtungsaufbau, der feine Oberflächenstrukturen erhalten kann
Individuelle Farbabstimmung für Ihr Werkstück
Welche Eigenschaften erreichbar sind, hängt von Produktserie, Farbcode, Untergrund und Anwendung ab. Wir prüfen dies für Ihr Projekt.
Grenzen der Beschichtung
Keine Spachtelwirkung: Kratzer, Rostnarben oder andere Unebenheiten im Grundmaterial verschwinden durch eine dünne Beschichtung nicht automatisch.
Nicht unzerstörbar: Auch Cerakote kann bei entsprechender mechanischer Belastung verkratzen oder abgetragen werden.
Zusätzliche Schicht: Die Beschichtung trägt Material auf. Deshalb müssen Passflächen und andere empfindliche Bereiche vorab berücksichtigt werden.
Keine pauschale Eignung: Farbton, Glanzgrad, Beständigkeit und Verarbeitung unterscheiden sich zwischen den Produkten. Wir stimmen Möglichkeiten und Grenzen vor der Bearbeitung ab.
Welche Materialien kommen infrage?
Metalle wie Stahl, Aluminium, Kupfer oder Messing sowie geeignete feste Kunststoffe kommen grundsätzlich für eine Cerakote-Beschichtung infrage.
Andere Werkstoffe und Materialkombinationen prüfen wir individuell. Bitte nennen Sie das genaue Material und vorhandene Oberflächenbehandlungen. Auch Geometrie und Temperaturempfindlichkeit beeinflussen die Auswahl des Beschichtungssystems.
Weitere Einordnung finden Sie im Cerakote-Wissen.
Wann ist eine besondere Prüfung nötig?
Weiche oder flexible Materialien, stark ölhaltige beziehungsweise offenporige Untergründe und ausgasende Kunststoffe können ungeeignet sein.
Bei fest verbundenen Materialkombinationen oder vorhandenen Beschichtungen lässt sich die Eignung nicht allein am Produktnamen erkennen. Bitte senden Sie uns eine genaue Beschreibung und aussagekräftige Fotos über die Projektanfrage.
Eine Zusage zur Beschichtbarkeit erfolgt nach Prüfung Ihres konkreten Werkstücks.
Die Qualität einer Beschichtung zeigt sich im Zusammenspiel von sorgfältiger Vorbereitung, geeignetem Beschichtungssystem und fachgerechter Ausführung.
ABLAUF DER BEARBEITUNG
A) Zerlegen
Alle zu lackierende Teile des Objekts werden in ihre Bestandteile zerlegt. Ausnahme bilden hier nur Bestandteile, welche funktionsbedingt nicht zerlegt werden sollten oder durch (z.B. Vernietung etc.) nicht länger zerlegbar sind.
B) Reinigen
Sämtliche zu lackierenden Teile werden händisch von Schmiermittelrückständen, Fett, Öl etc. befreit und gereinigt. Teilweise geschieht dies mit speziellen Reinigungsmitteln um z.B. auch versulzte, alte und eingebackene Fette zu lösen. Je nach Hartnäckigkeit geschieht dies auch mit einer Wärmebehandlung.
C) Strahlen
Um einen perfekten Haftgrund zu erhalten, werden alle zu lackierenden Teile je nach deren Eigenschaften (Stahl, Alu, Kunststoff usw.) mit einem speziellen Granulat unter dafür abgestimmten Druck gestrahlt. Bestimmte Teile müssen je nach Eigenschaft des Objekts vor dem Strahl durch z.B. abkleben geschützt werden. Es gibt auch Teile, deren ursprüngliche Beschichtung der Funktionalität (Oberflächenhärte, Leichtlaufeigenschaften) beiträgt. Solche Teile werden bei Erkennen nur angestrahlt und nicht vollständig abgestrahlt.
D) Ruhen
Nach dem Strahlen ruhen alle Teile für mindestens 24 Stunden. Dies ist notwendig, damit ggf. Ölrückstände in den Poren des Metalls oder zwischen unlösbaren Komponenten, durch kapilares Kriechen über die Oberfläche, erkannt werden können. In diesem Fall fängt alles erneut bei B) an.
E) Lackiervorbereitung
Vor dem Lackiergang werden alle Teile die nicht beschichtet werden sollen erneut abgeklebt. Jedes einzelne Objekt wird mit einer Lackierhalterung versehen (z.B. Haken, Klammer, Draht etc.). Die Lackierkabine, Lackierpistole wird vorbereitet und die Farbe angemischt. Die besten Abläufe des anstehenden Vorgangs nochmal durchgespielt.
F) Lackieren
Alle zu lackierende Teile des Objekts werden nacheinander lackiert. Besonderer Fokus liegt hierbei auf optimalen Schichtdicken und Objektdeckung. Bei Mehrfarblackierungen kommt ein erhebliches Maß an Zeitdruck hinzu, da Cerakote in ausgehärtetem Zustand eine weitere Cerakoteschicht abweisen würde. Hier kommen also Zwischentrocknungsschritte hinzu, Schablonierungen usw.
G) Aushärten / Trocknen
Je nach verwendeter Lackserie erfolgt die Aushärtung des frischen Lacks im Ofen mit einer bestimmten auf das Material angepassten Temperatur und Zeit oder einer Trocknungskammer. (Genormte Zeiten bei uns, da andere Temperaturen bei der Trocknung auch Farbunterschiede hervorrufen können) Danach ruhen die Objekte für 2-3 Tage.
H) Sichtprüfung
Nach dem Ruhen werden alle frisch lackierten Teile einer Sichtprüfung unterzogen. Staubeinschlüsse, Lackiernasen (Läufer), Schmiermittellöcher, zu dick oder zu dünn lackierte Stellen etc. führen automatisch zurück zu Position B) dem reinigen, danach strahlen usw. … Die ganze Kette erneut bis hier her. Besteht ein Objekt die Sichtprüfung, geht es weiter mit I).
I) Anpassen & Zusammenbauen
Sofern der Kundenwunsch die Zerlegung und den Zusammenbau beinhaltet hat, werden nun alle lackierten Teile wieder zusammengebaut. Bestimmte Teile wie z.B. Passungen, werden von uns beim Zusammenbau so überarbeitet, dass sie ihre Funktion wieder erfüllen (Lack baut auf). Andere Teile die z.B. eine Laserbeschriftung erfordern, werden noch vor dem Zusammenbau graviert (sofern notwendig oder vom Kunden gewünscht).
J) Kontrollieren
Der lackierte Gegenstand wird (sofern möglich) auf seine Funktionsfähigkeit überprüft. Sollte diese nicht gegeben sein, geht es wieder zurück im Alphabet. Wenn diese gegeben ist, kann das Objekt dem Kunden ausgehändigt werden.
Anfragen
BEVOR SIE MIT UNS KONTAKT AUFNEHMEN
Unsere keramischen Oberflächenbeschichtungen zeichnen sich durch höchste Qualität, Funktionalität und Präzision aus – entsprechend hoch ist die Nachfrage nach unseren Leistungen. Gleichzeitig ist jedes Projekt individuell: Material, Geometrie, Vorbehandlung, Farbsystem, Funktionsanforderung und Finish bringen jeweils spezifische Herausforderungen mit sich.
Eine seriöse und belastbare Kostenschätzung kann daher ausschließlich nach eingehender Prüfung aller relevanten Projektdaten erfolgen. Eine pauschale Preisangabe „zwischen Tür und Angel“, etwa telefonisch oder auf Basis weniger Stichworte per E-Mail, ist nicht möglich.
Strukturierter Anfrageweg
Für eine professionelle und zielgerichtete Abwicklung haben wir ein strukturiertes Anfrageverfahren etabliert:
Die Kostenvoranschlagsanfrage erfolgt ausschließlich über unseren projektspezifischen Fragebogen. Dieser erfasst alle notwendigen technischen Eckdaten und bildet die Grundlage für eine qualifizierte Bewertung.
Spontane Anfragen ohne vorherige Terminabsprache, sei es telefonisch, per Mail oder vor Ort, können wir im laufenden Betrieb nicht adäquat betreuen.
Bitte sehen Sie zudem davon ab, Gegenstände ohne vorherige Freigabe oder Rücksprache einzusenden – eine Annahme erfolgt in solchen Fällen nicht.
Unser FAQ-Bereich hält weiterführende Informationen zu Abläufen, häufig gestellten Fragen sowie technischen Hinweisen für Sie bereit.
Wir danken für Ihr Verständnis – im Sinne einer sauberen, strukturierten und qualitativ hochwertigen Abwicklung Ihres Projekts.